Das Programmkino im Prenzlauer Berg.

Kastanienallee 77, Tel. 030 - 44 05 81 79

Termine + Tickets

Filmreihe

Vergangene Zukunft – Zwei Jahrzehnte Annekatrin-Hendel-Filme

Berlin – Filme der Stadt

Schönheit & Vergänglichkeit (OmeU)

D2019, 79 min, Regie: Annekatrin Hendel, mit Sven Marquardt, Dominique „Dome“ Hollenstein, Robert Paris

Schönheit & Vergänglichkeit
© IT WORKS! Medien

Als junger Fotograf porträtierte Sven Marquardt unübertroffen die Ostberliner Prenzlauer-Berg-Bohème in gotischem schwarz/weiß. Nach dem Mauerfall legt er ein paar Jahre die Kamera beiseite und taucht ins Nachtleben ab. Sein Charisma und die Arbeit an der Tür des Berghain, das in der internationalen Clubszene Kult-Status erlangt, machen ihn weltberühmt. Aber auch die Fotografie lässt ihn nicht los. Mit seinen Ausstellungen, Publikationen und Auftragsarbeiten erlangt er nun ebenfalls Weltruhm. Nacht, Rausch, Exzess und Dunkelheit strahlen seine Werke aus, obwohl sie bei Tageslicht entstehen. Die Porträts seiner DJs, Musiker, Türsteherkollegen sind erotisch, lässig, schmutzig und existenziell.

Neben Sven Marquardt begegnet Regisseurin Annekatrin Hendel in ihrem wieder sehr persönlichen Film, auch zwei seiner Modelle und Weggefährten aus der Ostberliner Punk-Zeit: Dominique »Dome« Hollenstein, der »Marilyn des New Wave« und Robert Paris, ebenfalls Fotograf.

Der Film begegnet drei Freunden mit einer gemeinsamen Jugend im Osten, deren Werdegang geprägt ist von ihrem künstlerischen Blick auf die Welt, von Radikalität und Offenheit. Sie lebten im Jetzt – und tun das noch immer. Sie sind sich über die Zeit in ihrem Anderssein treu geblieben – und auch der Film bleibt sich treu. Er ist auch die Liebeserklärung an eine im ständigen Wandel befindlichen Stadt. Ob es sich dabei um Robert Paris’ legendäre Ostberlin-Ansichten handelt oder um den Charme eines der letzten unsanierten Hinterhäuser, das Dome, wie eine märchenhaften Puppenstube, heute noch bewohnt.

»Schönheit & Vergänglichkeit« erzählt nicht nur die Geschichte von der unbedingten Sehnsucht nach Individualität und Rebellion, sondern auch vom Älterwerden, von Freundschaft und Liebe. Und was Veränderung bedeuten kann, welche Chancen und Kräfte, nach einem anfänglichen spürbaren Verlust der eigenen Identität, freigesetzt werden können.

Uraufführung zur 69. Berlinale 2019, Berlinale Panorama
Heiner-Carow-Preis der 69. Berlinale für Annekatrin Hendel
Weltpremiere bei Hot Docs – International Documentary Filmfestival

Sa
22.08.
22:30
OmeU
Tickets
Di
01.09.
19:00
OmeU
Tickets

Vergangene Zukunft – Zwei Jahrzehnte Annekatrin-Hendel-Filme

Fortsetzung der Retrospektive vom Mai/Juni, kuratiert von Nina Teubner

16.–22. August

mit Gästen

Vaterlandsverräter

Bereits im Mai und Juni präsentierte das Lichtblick-Kino eine Retrospektive des filmischen Schaffens von Annekatrin Hendel und ihrer Produktionsfirma IT WORKS! Medien.

Aufgrund der großen Resonanz und der zahlreichen Nachfragen des Publikums zeigen wir nun erneut eine Auswahl ihrer Filme – parallel bzw. kurz vor dem Kinostart ihres aktuellen Dokumentarfilms Hiddensee, der Ende Juni beim Filmfest München seine Premiere feierte.

Seit über zwanzig Jahren prägt die Produzentin und Regisseurin Annekatrin Hendel die deutsche Dokumentarfilmlandschaft maßgeblich – mit bildgewaltigen, präzisen und zutiefst menschlichen Kino-Dokumentarfilmen, entstanden aus einer solidarischen Filmfamilie heraus.

Die Filme erzählen von gesellschaftlichen Umbrüchen, Arbeitswelten sowie von Künstlerinnen und Künstlern – intime Porträts und präzise Zeitdiagnosen. Ein besonderer Fokus liegt auf Hendels eigener Regiearbeit, darunter die »Verrats-Trilogie« (»Vaterlandsverräter«, »Anderson«, »Familie Brasch«), ergänzt durch Arbeiten enger Weggefährt*innen.

 

Fr 21.08.

keine Vorstellung

Fr 28.08.

keine Vorstellung
September