In »albraum« sucht Maja Hohenberg nach Spuren ihres Urgroßvaters, der in den 1950er-Jahren bei dem Bergbauunternehmen Wismut AG/SDAG (Sowjetisch-Deutsche Aktiengesellschaft) im Erzgebirge arbeitete. Es geht um die Verwebung persönlicher Familiengeschichte und der Geschichte des Uranerzbergbaus in der ehemaligen DDR.
In der Nachkriegszeit war das Erzgebirge in Ostdeutschland das viertgrößte Uranabbaugebiet weltweit.
Die SDAG Wismut war für die Sowjetunion der wichtigste Betrieb im Ausland. Ohne das dort geförderte Uranerz wäre das Wettrüsten des Kalten Krieges in der stattgefundenen Form nicht möglich gewesen.
Der rücksichtslose Bergbau in den Anfangsjahren der Wismut hatte seinen Preis: Viele der Arbeiter*innen erkrankten tödlich wegen der hohen Strahlenbelastung. Die Umwelt wurde zerstört. Die Folgen sind bis heute spürbar.
Der Film ist der Versuch einer Bergung dessen, was unausgesprochen bleibt, über Jahre hinweg schwelt und sonst keine Sprache findet.

Maja Hohenberg, geboren 2001 in Berlin, studierte Literarisches Schreiben und Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim und nun Sprachkunst an der Universität für angewandte Kunst in Wien. Sie gewann den Vechtaer Jugendliteraturpreis, erhielt das Stipendium der Studienstiftung und zeigte ihre Arbeiten unter anderem im Rahmen der Eröffnung der Frankfurter Lyriktage 2025 und dem Uranium Filmfestival in Rio de Janeiro 2026.