Das Programmkino im Prenzlauer Berg.

Kastanienallee 77, Tel. 030 - 44 05 81 79

Termine + Tickets

2 Filme

100 Jahre Adolf Hitler  und
Tod eines Weltstars. Portrait Udo Kier

Sonntag, 27. Oktober, 18:15 Uhr

100 Jahre Adolf Hitler

D 1989, 55 min, Buch & Regie: Christoph Schlingensief, mit Margit Carstensen, Volker Spengler, Alfred Edel, Udo Kier, Dietrich Kuhlbrodt, Andreas Kunze, Brigitte Kausch-Kuhlbrodt, Marie-Lou Sellem, Asia Verdi

100 Jahre Adolf Hitler
© Filmgalerie 451

Ein Licht, ein Tag, ein Führer. Fünf Männer, vier Frauen, von einem Handscheinwerfer aus dem Dunkel herausgezerrt. Wir sehen die letzte Stunde im Führerbunker, so wie sie wirklich war.
In knapp 16 Stunden an einem Stück gedreht, in einem Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg, zeigt »100 Jahre Adolf Hitler« Inzest und Intrigen, Getöse und Krawall – die letzte Stunde im Führerbunker, so wie sie wirklich war.

»100 Jahre Adolf Hitler« ist Schlingensiefs bis dorthin wichtigster und meist beachteter Film. Er bringt ihm seitens seiner Fürsprecher den Ruf ein, »der letzte deutsche Heimatfilmer« (Georg Seeßlen) zu sein, der mittels Brüskierung Aufruhr entfacht, um Harmonie und schließlich Heimat zu finden. Mit der Hitlerfigur, die von nun an häufig in seine Arbeit ‚einmarschiert‘, legt Schlingensief die Hand – sprich die Kamera, die Handkamera – in die offenste aller deutschen Wunden. Hier ist Hitler keine vergangene Personalkatastrophe, sondern die Fratze des absurden Menschen an sich, der sich als elternlos, als höheres Wesen begreift, dessen völlige Monstrosität jedoch nicht in die Anstalt, sondern an die Macht führt und drauflos wütet.

»100 Jahre Adolf Hitler« ist der erste Teil von Schlingensiefs »Deutschland Trilogie«, gefolgt von »Das Deutsche Kettensägenmassaker« (1990) und »Terror 2000« (1992).

Tod eines Weltstars. Portrait Udo Kier

D 1992, 45 min, Regie: Christoph Schlingensief, Kamera: Voxi Bärenklau, mit Udo Kier, Alfred Edel, Susanne Bredehöft, Dietrich Kuhlbrodt, Brigitte Kausch, Christoph Schlingensief

Tod eines Weltstars. Portrait Udo Kier
© Filmgalerie 451

Ein Filmportrait für den WDR. Vielleicht einer der besten Filme von Christoph Schlingensief? Schonungslos, eine freche Persiflage auf alle Homestories und gleichzeitig liebevolle Hommage an einen guten Freund.

In diesem Film geht Christoph Schlingensief in seinem Metier auf. Als Moderator von Kultur Extra interviewt er im Auftrag des WDR Udo Kier. Dazwischen Ausschnitte einer Homestory, in der Alfred Edel unmittelbar aus dem Leben des scheidenden Weltstars berichtet. Unmittelbarkeit meint hier auch, dass sich einem die Dinge vor der Kamera nicht immer wirklich erschließen. Unübersichtlichkeit gerät zum ästhetischen Prinzip, das Leben aus seinem Mittelpunkt heraus zu zeigen.

»Tod eines Weltstars« zeigt große Momente, gewaltige Momente, die letzten Stunden Udo Kiers, »der sich im Kreise seiner Familie immer am wohlsten fühlte«. Brigitte Kausch, Dietrich Kuhlbrodt, Susanne Bredehöft und die Baronin Berswordt-Wallrabe geben eine wunderbare Film-Familie ab – so persönlich wie noch nie vor der Kamera! Daneben – so lebendig wie schon lange nicht mehr – Fassbinder und Andy Warhol, mit denen Kier zusammenarbeitete und einige seiner wichtigsten Filme realisierte.

Unbedingt entdecken – ein Wahnsinn!

zur Zeit keine Vorstellungen
 

Fr 20.03.

keine Vorstellung

Fr 27.03.

keine Vorstellung
April