»Starbuck«, so heißt der Steuermann der »Pequod« in Herman Melvilles Roman »Moby Dick«. Starbuck, das war der Deckname von Holger Meins, der als erstes RAF-Mitglied 1974 in Untersuchungshaft im Hungerstreik starb. Er wurde 33 Jahre alt.
Der Filmemacher und Freund Gerd Conradt begibt sich auf Spurensuche nach dem »Steuermann« der Baader-Meinhof-Gruppe: Wer war Holger Meins? Was führte ihn in den Untergrund? Welche Umstände führten zu seinem Tod, mit dem er zum erklärten Symbol des radikalen Widerstandes wurde? Was bleibt von ihm?
Auf dem Weg durch dieses dramatische Kapitel deutscher Geschichte geben ihm anhand der vielfältigen Zeitdokumente die unterschiedlichsten Zeitgenoss*innen Auskunft. An den Pfadfinder, Künstler, Filmemacher und Guerillero Holger Meins erinnern sich: Harun Farocki, Rainer Langhans, Peter Lilienthal, Wilhelm Meins, Gretchen Dutschke, Michael Ballhaus, Wolfgang Petersen, Margrit Schiller u.a.
Der Film ist auch im Zusammenhang mit der Geschichte der dffb sehr interessant: Er erzählt unter anderem von der Gründung der dffb und der Aufnahme des ersten Jahrgangs. Außerdem kommen zahlreiche Weggefährten von Holger Meins aus diesem ersten Jahrgang zu Wort und berichten über ihn und die gemeinsame Zeit an der dffb.
Hinweis:
Das zuvor für diesen Termin angekündigte Kurzfilm-Programm »Film als Handschrift« mit Kurzfilmen aus der dffb kann aus organisatorischen Gründen leider nicht stattfinden.