Das Programmkino im Prenzlauer Berg.

Kastanienallee 77, Tel. 030 - 44 05 81 79

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Retrospektive »Der Nachhall der Baseballschlägerjahre«

Spuren – die Opfer des NSU
+ Kurzfilm: Aus der Ferne

Freitag, 17. April, 18:00 Uhr

zu Gast: Regisseurin Aysun Bademsoy

Dokumentarfilm

Spuren – die Opfer des NSU

Dokumentarfilm, D 2019, 81 min, Buch & Regie: Aysun Bademsoy; Kamera: Ute Freund, Isabelle Casez; Ton: Ivonne Gärber; Schnitt: Maja Tennstedt; Produzent: Heino Deckert; Produktion: Ma.ja.de. Filmproduktion, Berlin; Verleih: Edition Salzgeber

Spuren – die Opfer des NSU

Zwischen 2000 und 2007 wurden acht Männer mit türkischen Wurzeln, ein griechischstämmiger Mann sowie eine deutsche Polizistin ermordet. Die Ermittlungen richteten sich lange gegen das Umfeld der Opfer und stigmatisierten deren Familien.

Erst nach einem Bankraub führte die Spur zur rechtsextremen Terrorgruppe »Nationalsozialistischer Untergrund«. Nach dem Tod der Haupttäter begann 2013 der Prozess gegen Beate Zschäpe und Unterstützer. Milde Urteile und offene Fragen hinterließen bei den Angehörigen Enttäuschung und erschütterten ihr Vertrauen in den Rechtsstaat.

Between 2000 and 2007, eight men of Turkish descent, one man of Greek descent, and a German policewoman were murdered. For a long time, the investigation focused on the victims’ social circles and stigmatized their families.

It was only after a bank robbery that the trail led to the far-right terrorist group “National Socialist Underground.” Following the death of the main perpetrator, the trial of Beate Zschäpe and her accomplices began in 2013. Lenient sentences and unresolved questions left the victims’ families feeling disappointed and shook their faith in the rule of law.

Kurzdokumentarfilm

Aus der Ferne

Kurzdokumentarfilm, D 2025, 17 min, Regie: Hoàng Quỳnh Nguyễn, Benjamin Hujawa; Buch: Benjamin Hujawa, Hoàng Quỳnh Nguyễn, Tuan Anh Tran; Kamera: Yannick Hasse; Tongestaltung: Irma Heinig; Filmmusik: Axel Meier; Schnitt: Benjamin Hujawa; Produktion und Verleih: Benjamin Hujawa

Aus der Ferne
© Yannick Hasse

Die in Deutschland geborene Anna hat ein distanziertes Verhältnis zu ihrem Vater Hung und dessen Geburtsland Vietnam. Hungs traditionelle Vorstellungen und Werte widersprechen Annas Lebenszielen. Der gegenseitige Kontakt ist auf ein Minimum beschränkt. Doch dann stößt Anna auf eine Dokumentation, in der ihr Vater auftaucht. Dort schildert er, wie er 1992 die Nacht als Bewohner des sogenannten Sonnenblumenhauses in Rostock-Lichtenhagen erlebte, welches Ziel von rassistisch motivierten Ausschreitungen und Brandanschlägen wurde. Anna, die von alldem nichts wusste, sieht sich plötzlich mit der Kultur und Geschichte ihres Vaters konfrontiert – und damit auch mit ihren eigenen Gefühlen zu ihm.

Anna, who was born in Germany, has a distant relationship with her father, Hung, and his native Vietnam. Hung’s traditional beliefs and values clash with Anna’s life goals. Their contact is kept to a minimum. But then Anna comes across a documentary in which her father appears. In it, he describes how he spent the night of 1992 as a resident of the so-called Sunflower House in Rostock-Lichtenhagen, which became the target of racially motivated riots and arson attacks. Anna, who knew nothing of all this, suddenly finds herself confronted with her father’s culture and history—and thus also with her own feelings toward him.

Fr
17.04.
18:00
zu Gast: Regisseurin Aysun Bademsoy
Tickets
 

Fr 24.04.

keine Vorstellung
Mai

Fr 01.05.

keine Vorstellung
Ausblick: