Das Programmkino im Prenzlauer Berg.

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Special

Film & Talk About Nukes

Unseen Cinema. Untold Stories

Unvergessen: die Atomkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima

Tschernobyl – Die übersehenen Kämpfer
+ Nuklearkatastrophe von Fukushima – 15 Jahre danach – Bericht vor Ort

Sonntag, 26. April, 18:00 Uhr

Filmgespräch & Diskussion mit Regisseurin Emi Dietrich und Yu Kajikawa, moderiert von Prof. Manfred Mohr

Tschernobyl – Die übersehenen Kämpfer
Ludmila und Mikolaj B., Liquidatoren

Vor 40 Jahren, am 26.4.1986, kam es zum Reaktorunfall in Tschernobyl; Fukushima folgte am 11.3.2011. Die beiden Nuklearkatastrophen waren mit großen menschlichen Opfern und enormen Umweltschäden verbunden. Sie zeigen, dass die Nukleartechnik letztlich nicht beherrschbar und – schon allein wegen der Endlagerproblematik – kein akzeptabler Weg der Energiegewinnung ist (auch wenn er sich heute scheinbar wieder »en vogue« darstellt). Die ganze »friedliche Nutzung« der Kernenergie ist ein Trugschluss und eine Sackgasse – sie gibt es allein wegen der Bombe.
Zwei kurze Dokumentarfilme verdeutlichen das jeweilige Ausmaß der Katastrophen.

Es folgen Filmgespräch und Diskussion mit Regisseurin Emi Dietrich und Yu Kajikawa von Sayonara Nukes Berlin, moderiert von Prof. Manfred Mohr (IALANA/ICBUW). Hier wird es unter anderem um die Frage gehen, wie den Opfern der Katastrophen – »Nuklearopfern« – geholfen werden und man zivilgesellschaftlichen Protest gegen den Atomwahnsinn heutzutage zum Tragen bringen kann.

Die Veranstaltung setzt die am 25.1. begonnene Reihe »Unseen Cinema. Untold Stories« fort – gewidmet der Umweltzerstörung durch Krieg, durch Atom- und Urantechnik und dem Widerstand dagegen.

Präsentiert von IUFF Berlin, ICBUW, Sayonara Nukes Berlin und dem Lichtblick-Kino Berlin.

Dokumentarfilm

Tschernobyl – Die übersehenen Kämpfer

Frankreich/D/Ukraine 2022, 25 min, Regie: Emi Dietrich; Russisch/Ukrainisch mit deutschen Untertiteln

Während Politiker erneut über den Ausbau der Kernenergie nachdenken, werden deren Gefahren oft vergessen oder sogar verschwiegen. Liquidatoren aus Borodjanka, Charkiw und Iwankiv berichten von ihren gefährlichen Einsätzen während der Tschernobyl-Katastrophe. Sie sprechen über die Folgen der Strahlung, ihre heutige Situation und ihre Ansichten zur Kernenergie.

Dokumentarfilm

Nuklearkatastrophe von Fukushima – 15 Jahre danach – Bericht vor Ort

Japan 2026, 9 min, Videobericht von Takeshi Yamakawa; Japanisch mit deutschen Untertiteln

Takeshi Yamakawa, Journalist der Tageszeitung »Tokyo Shinbun«, berichtet seit dem Beginn der Nuklearkatastrophe von Fukushima über die Lage vor Ort und die radioaktive Kontamination in der Gegend. Nun hat er zum 15. Jahrestag von Fukushima einen kurzen Videobericht veröffentlicht, in dem man hautnah sehen kann, was es heißt, das Atomkraftwerk mit mehreren Reaktoren, in deren Trümmern hochradioaktive verschmolzene Brennelemente liegen, aufzuräumen und rückzubauen. Die Nuklearkatastrophe ist noch lange nicht vorbei, und die Gefahren lauern überall.

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