Vor 40 Jahren, am 26.4.1986, kam es zum Reaktorunfall in Tschernobyl; Fukushima folgte am 11.3.2011. Die beiden Nuklearkatastrophen waren mit großen menschlichen Opfern und enormen Umweltschäden verbunden. Sie zeigen, dass die Nukleartechnik letztlich nicht beherrschbar und – schon allein wegen der Endlagerproblematik – kein akzeptabler Weg der Energiegewinnung ist (auch wenn er sich heute scheinbar wieder »en vogue« darstellt). Die ganze »friedliche Nutzung« der Kernenergie ist ein Trugschluss und eine Sackgasse – sie gibt es allein wegen der Bombe.
Zwei kurze Dokumentarfilme verdeutlichen das jeweilige Ausmaß der Katastrophen.
Es folgen Filmgespräch und Diskussion mit Regisseurin Emi Dietrich und Yu Kajikawa von Sayonara Nukes Berlin, moderiert von Prof. Manfred Mohr (IALANA/ICBUW). Hier wird es unter anderem um die Frage gehen, wie den Opfern der Katastrophen – »Nuklearopfern« – geholfen werden und man zivilgesellschaftlichen Protest gegen den Atomwahnsinn heutzutage zum Tragen bringen kann.
Die Veranstaltung setzt die am 25.1. begonnene Reihe »Unseen Cinema. Untold Stories« fort – gewidmet der Umweltzerstörung durch Krieg, durch Atom- und Urantechnik und dem Widerstand dagegen.
Präsentiert von IUFF Berlin, ICBUW, Sayonara Nukes Berlin und dem Lichtblick-Kino Berlin.