Was heißt eigentlich »omegäng«?
Auf der Suche nach einem vergessenen berndeutschen Dialektwort begeben wir uns auf eine Reise durch die moderne und alpine Deutschschweiz und begegnen Menschen, die sich alle auf ihre eigene Weise mit dem Schweizer Dialekt und seiner Vielfalt befassen.
Während in Kellern tausende Flüche schlummern und akribisch Millionen Zettel mit Dialekt-Wörtern alphabetisch aufgearbeitet werden, schneidet auf den Bühnen des Landes Mundart als feministische Poesie messerscharfe Kritik in eine Landschaft, die eigentlich schon längst in »Böle« und »Zwiebele« zweigeteilt ist.
Wir schauen sprachlichen Veränderungen auf den Schnabel, Veränderungen, die uns einerseits nostalgisch machen, die aber auch gesellschaftliche Sprengkraft haben.
Filmemacher Aldo Gugolz, geboren 1963 in Luzern, studierte zunächst Politikwissenschaften und Kommunikation in Zürich, während er als Fotojournalist für verschiedene Schweizer Zeitungen arbeitete. Zwischen 1986 und 1992 besuchte er die Hochschule für Fernsehen und Film in München. Seitdem arbeitet er als Filmemacher in Deutschland und der Schweiz. Er hat mehrere Dokumentarfilme für Fernsehen und Kino gedreht, darunter »Zeit im Fluss« (1997), »Spaghetti, Sex und Videos« (2011), »Kühe auf dem Dach« (2020) und »Rue de Blamage« (2017), der ein großer Erfolg in den Deutschschweizer Kinos war.