Das Programmkino im Prenzlauer Berg.

Kastanienallee 77, Tel. 030 - 44 05 81 79

Termine + Tickets

Kurzfilm-Special

Santa Kurz – Rotes Leuchten

Ich will zum Film!

Sprechstunde mit Dr. Vertov

23. September, 30. September und 7. Oktober, jeweils 16:00 Uhr

in Anwesenheit des Filmemachers Gerd Conradt

Gerd Conradt – Berlin Jacke

Der Berliner Regisseur und Kameramann Gerd Conradt gehört als Autor von Filmporträts sowie zahlreicher Dokumentar- und Experimentalfilme zu den Pionieren politisch engagierter Filmkunst.

An drei Terminen zeigt Gerd Conradt – in seiner Rolle als Dr. Vertov – jeweils drei seiner Kurzfilme. Er spricht über deren Entstehung und gibt Ratschläge für diejenigen, die zum Film wollen.

Film als Beruf, Hand- und Kunstwerk – Dokumentar- oder Fictionfilm. Drehbuch, Regie, Kamera, Ton, Montage, Produktion – was soll es werden?

Gerd Conradts Filme bewegen sich im dokumentarischen Raum zwischen Konzeptkunst und Minimal-Art, oft in einer Einstellung als Plansequenz gedreht wie bei »Fredric Rzewski ißt Spagetti…« (Rom 1966).

In »Santa Lucia« (1967) seinem erstem dffb-Film, illustrieren seine Freunde ein Gedicht von Konrad Bayer. In »Farbtest – Rote Fahne« (1968) rennen junge Männer, zu einer Stafette geordnet, mit einer roten Fahne ins Schöneberger Rathaus und hissen diese auf dem Balkon, von dem Kennedy ausrief: Ich bin ein Berliner. Vom Farbtestfilm gibt es vier Remakes (Berlin, Stockholm, Sulmona, Hongkong), aus deren Montage entsteht »Farbtest.6« (2008). Über seinen Freund Frederic Rzewski montiert er für das Kunstfest Weimar »Turn Your Eyes to the Present« (2015). In »Ein-Blick« (1986) schaut er mit einer Kamera 12 Stunden aus einem Fenster in West-Berlin zu einem Haus nach Ost-Berlin und macht pro Sekunde ein Bild. Zwischen den Häusern steht die Mauer.

In Zusammenarbeit mit der Initiative zur Aufklärung des Bankenskandals entsteht »Rettet Berlin« (2003) ein Poesie-Video nach dem Gedicht »Der Schatzgräber« von Johann Wolfgang Goethe. Als radikaler Wahrheitssucher dreht er im Ashram von Poona »The Empty Chair« (1995). Im in Nordkorea gedrehten Video »Arirang – Letter to Barack« (2010) setzt er sich für das weltweite Verbot von Atomwaffen ein.

Programm 1 (Samstag, 23.9.)

Frederic Rzewski ißt Spaghetti bei Carlone Via della Luce 55

1966, 12 min, stumm

Santa Lucia

1967, 12 min, Musik, nach Texten des österreichischen Dichters Konrad Bayer

Farbtest – Rote Fahne

1968, 12 min, stumm

Programm 2 (Samstag, 30.9.)

Ein-Blick

1998, 10 min, Musik: Frederic Rzewski

Rettet Berlin

2003, 3 min, Musik: Achim Gieseler

Farbtest.6

2008, 21 min, Musik: Lutz Glandien

Programm 3 (Samstag, 7.10.)

The Empty Chair

1995, 20 min

Poona Diary, Notes on Meditation

Arirang – Letter to Barack

2010, 9 min

Arirangfestspiele, Pjöngjang, Nordkorea

Turn Your Eyes to the Present

2015, 20 min

Porträt des Pianisten und Komponisten Frederic Rzewski

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