Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs begeben sich Literaturnobelpreisträger Thomas Mann (Hanns Zischler) und seine Tochter, die Schauspielerin, Autorin und Kabarettistin Erika (Sandra Hüller), auf eine Reise durch ein Deutschland in Trümmern – von Frankfurt in der amerikanischen Besatzungszone bis ins sowjetisch kontrollierte Weimar. Zum Goethe-Jubiläum wünscht man sich auf beiden Seiten der innerdeutschen Grenze Worte des Trostes, der Zustimmung und der Vergebung vom größten aller Erzähler.
Zwischen euphorischen Wagner-Erben und literarisch versierten Generälen wird Deutschlands wichtigster Schriftsteller hofiert und manchmal auch beschimpft, während das Drama seiner eigenen Familie leise eskaliert. Es ist das erste Mal seit dem Krieg, dass Thomas Mann in sein Heimatland zurückkehrt, aus dem er einst ins Exil geflohen war. Eine Reise in die verwundete deutsche Seele, die heilen soll – sie wird für Erika und den Zauberer, wie seine Kinder Thomas Mann oft nannten, zu einer Reise ins Innerste.
Nach dem Oscar®-prämierten »Ida« und dem vielfach ausgezeichneten Drama »Cold War – Der Breitengrad der Liebe« (Beste Regie in Cannes, fünf Europäische Filmpreise, darunter für den Besten Film) erzählt Paweł Pawlikowski in überragenden Kinobildern eine große deutsche Familiengeschichte im Tumult der Nachkriegszeit. Mit zarter Unerbittlichkeit überblendet »Vaterland« den Nullpunkt der deutschen Geschichte mit dem Finale einer Familiensaga. Eine intensive filmische Erfahrung, getragen von einem überragenden Ensemble.
“Fatherland” centres on the relationship between the Nobel Prize-winning writer Thomas Mann and his daughter Erika, actress, writer and rally driver. In the summer of 1949, at the height of the Cold War, father and daughter embark on a challenging and emotional road trip in a black Buick taking them across a Germany in ruins – from US dominated Frankfurt to Soviet controlled Weimar. Returning home after sixteen years of exile in the US, Thomas Mann has to face not only a divided fatherland, but also deep fracture within his own family.
With “Fatherland”, Pawlikowski picks up where he left off with his award-winning “Ida” and “Cold War”, exploring – in his elliptic, distilled way – the themes of identity, family, love and guilt amid the turmoil and confusion of post-war Europe.