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Dokumentarfilm

Oskar Fischinger – Musik für die Augen

D 2022, 90 min, Regie: Harald Pulch, Kamera: Eckhard Jansen, Montage: Andreas Wiedmann, Armin Riegel, Restaurierung, Farbkorrektur, Mastering: Axel Klostermann, Motion Design: Ralf Ott, Musik & Sounddesign: Parviz Mir-Ali, Ton: SL15, Produzenten: Ralf Ott, Harald Pulch, Produktion: Acht Frankfurt, Produktionsassistenz: Anastasia Wirt  FSK: ab 6 Jahren

Oskar Fischinger – Musik für die Augen

Jahrzehnte bevor es Computergrafiken und Musikvideos gab, kombinierte der Filmvisionär Oskar Fischinger in kurzen Filmen abstrakte Formen und Farben mit Musik, wie beispielsweise mit Jazzmusik oder Bachs drittem Brandenburgischen Konzert. Erzählt von Ehefrau und Kollegin Elfriede Fischinger, kommen in diesem Film das Leben und das Lebenswerk des Trickfilm-Pioniers und Erfinders des Musikvideos digital restauriert zurück auf die große Leinwand.

In der hessischen Kleinstadt Gelnhausen aufgewachsen, arbeitete das Paar Elfriede und Oskar Fischinger in Frankfurt, München, Berlin und Hollywood. In der Zeit erschuf Fischinger experimentelle farbenfrohe Meisterwerke für die Leinwand, wie den bekannten Werbefilm »Muratti greift ein«, in dem Zigaretten zu klassischer Musik im Takt marschieren. Er ließ abstrakte Formen und Farben zum Rhythmus der Musik tanzen und gilt damit als Erfinder der visuellen Musik. Als die Nazis die Macht ergriffen, galten Fischingers Filme als entartete Kunst, und das Ehepaar emigrierte 1936 in die USA.

In Hollywood arbeitete Fischinger für die großen Studios: Paramount, MGM und Disney, doch die Zusammenarbeit war nicht von langer Dauer. In einem Brief an einen Freund schrieb er: »Kein wirkliches Kunstwerk kann mit der Arbeitsweise entstehen, die im Disney-Studio üblich ist.«
Frustriert von der Arbeit in den Filmstudios und davon, nicht wie in Deutschland unabhängige Filme produzieren zu können, widmete Fischinger sich für den Rest seines Lebens der Ölmalerei.

Oskar Fischinger war ein Wegbereiter und innovativer Gestalter von Bewegtbildern. Seine Filme sind die Vorläufer moderner Musikvideos und seine Einflüsse bis heute spürbar. Nach einer aufwendigen digitalen Restaurierung der Interviews, ergänzt durch die experimentellen Fischinger-Filme und Werbefilmklassiker, ist ein bewegendes Zeitdokument über einen der bedeutendsten Filmkünstler des 20. Jahrhunderts entstanden.

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