Der Film beginnt mit einer Definition seines Titels: „Das Dao ist die unaufhörliche, kreisende Bewegung, die durch alles fließt und die Vielfalt der Welt verbindet.“ Anschließend führt er uns zum Casting von Gloria, einer Frau, deren Tochter kurz vor ihrer Hochzeit steht. Eine Stimme aus dem Off, die das Casting leitet, erklärt: „Der erste Schritt ist, diese Familie zu bilden.“ Schauspieler*innen und Laien werden gecastet und zusammengebracht, um als Verwandte gemeinsam eine Hochzeit in Paris zu feiern und in Guinea-Bissau gemeinsam den Tod ihres Familienoberhaupts zu betrauern. Während sie zwischen diesen beiden Welten hin- und herreisen, werden individuelle Geschichten und gemeinsame kulturelle Wurzeln durch Fakten und Fiktion verwoben. Liebe, Lachen, Rituale, Schmerz und Geschichte sind miteinander verflochten: eine unaufhörliche, kreisende Bewegung, die die Realität umrahmt.
»Dao« bewegt sich zwischen familiärer Erinnerung, kollektiver Geschichte und filmischer Fiktion. Der Film verknüpft zwei Rituale – eine Hochzeit in der Pariser Peripherie und eine Trauerzeremonie in Guinea-Bissau – und erzählt von einer Generation, die zwischen verschiedenen Orten und Erinnerungen lebt. Im Zentrum steht die Frage: Was bleibt, wenn Familien über Kontinente hinweg auseinandergerissen wurden? Welche Geschichten werden erzählt – und welche bleiben lange unausgesprochen?
Regisseur Alain Gomis wurde 1972 in Paris, Frankreich geboren. Er studierte Kunstgeschichte und Film. 2001 drehte er seinen ersten, mit dem Silbernen Leoparden in Locarno ausgezeichneten Spielfilm »L’afrance«. Die Spielfilme »Aujourd’hui« und »Félicité« wurden im Wettbewerb der Berlinale präsentiert. Sein erster längerer Dokumentarfilm, »Rewind & Play« über den Jazzpianisten Thelonious Monk, lief im Berlinale Forum. 2018 gründete Gomis das Yennenga Centre in Dakar, Senegal, ein Kulturzentrum, das die Filmproduktion in Westafrika fördert und eine Plattform für Austausch darstellt.
The film begins with a definition of its title: “DAO is a perpetual and circular movement which flows in everything and unites the world.” And then it proceeds to take us to the casting of Gloria, a character whose daughter is about to be married. An off-screen voice directing the casting session tells us that “the first step is to make this family”. Actors and non-actors are cast and brought together to become relatives who will all celebrate a wedding in Paris and commemorate the loss of their patriarch in Guinea-Bissau. Their individual stories and their common threads of heritage are woven together with fact and fiction as they travel between these two worlds; love, laughter, ritual, pain and history intertwined. Perpetual circular movement framing reality.