Das Programmkino im Prenzlauer Berg.

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Termine + Tickets

Festival

achtung berlin filmfestival 2026

Retrospektive »Der Nachhall der Baseballschlägerjahre«

Glaube, Liebe, Hoffnung

Donnerstag, 16. April, 18:00 Uhr

zu Gast: Regisseur Andreas Voigt

Dokumentarfilm, D 1993/1994, 90 min, Buch & Regie: Andreas Voigt; mit: Dirk, Jeanine, André, »Papa«; Kamera: Sebastian Richter; Schnitt: Angela Wendt; Kameraassistenz: Frank Penzold; Dramaturgie: Marion Schöneck; Ton: Patric Stanislawski; Produktionsleitung: Jutta Garbas; Produzent: Herbert Kruschke, Klaus Schmutzer; Produktion: á jour Film-& Fernsehproduktion, Berlin; Verleih: ​​DEFA-Filmverleih in der Deutschen Kinemathek, Berlin

Glaube, Liebe, Hoffnung (Regie: Andreas Voigt)

Zum vierten Mal dreht Andreas Voigt im Winter 1992/93 in Leipzig. Die Veränderungen sind frappierend: neue, feine Passagen. Arbeitslose. Und auf den Straßen die Halbwüchsigen, hasserfüllte, verzweifelte Kinder, für die Gewalt alltäglich geworden ist.

– – –

Etliche Filme hat der bei der DEFA ausgebildete Dokumentarfilmer Andreas Voigt vor und nach der Wende in Leipzig gedreht und so die Veränderungen der Stadt und ihrer sozialen Milieus dokumentiert. Im Winter 1992/93 beginnt er, mehrere Jugendliche über ein Jahr hinweg zu begleiten. Gewalt und Aggression, Hoffnungen und Träume, Ängste und Agonie der jungen ostdeutschen Generation kommen dabei zum Ausdruck. »Glaube, Liebe, Hoffnung« zeigt den Verfallszustand der Stadt, die Arbeitslosigkeit und Jugendgewalt – und im Kontrast dazu den Glanz neu erbauter Einkaufspassagen in der Innenstadt.

Seinen Protagonisten begegnet der Regisseur zugleich aufmerksam und kritisch. Dirk sitzt zu Beginn der Dreharbeiten wegen eines Überfalls auf ein Ausländerwohnheim im Gefängnis, während seine Freundin Jeanine auf seine Entlassung wartet. André ist Skinhead, arbeitet auf einem Weihnachtsmarkt und macht Rockmusik mit xenophoben Texten. »Papa« ist arbeitslos und hat kaum berufliche Perspektiven; früher war er »links«, dann »rechts« und heute wieder »links«.

Der Film ist ein detailgenauer Blick auf Lebensumstände, Orientierungslosigkeit und Radikalisierung im Zuge des sozialen Wandels nach der Wende. Der Film fragt nach kollektiven, aber vor allem nach den individuellen Gründen der Radikalisierung und lässt das dokumentarische Material dabei vornehmlich für sich sprechen.

In the winter of 1992/93, Andreas Voigt filmed in Leipzig for the fourth time. The changes are striking: new, subtle scenes. Unemployed people. And on the streets, teenagers—hateful, desperate children for whom violence has become a daily reality.

Do
16.04.
18:00
zu Gast: Regisseur Andreas Voigt
Tickets

achtung berlin filmfestival 2026

16.–20. April

achtung berlin filmfestival 2026 Visual

englishDays

Don’t miss out on achtung Berlin’s film & discussion programme, curated and moderated by journalist Nadja Vancauwenberghe: From Festival Saturday till Monday, Lichtblick-Kino invites the international community to a selection of three screenings, followed by lively discussions with directors and film teams, all in English. This year, englishDays presents two feature films and one documentary from the festival programme.

A highlight of the englishDays is the Brunch at Lichtblick-Kino on Festival Sunday, 19 April. The matinee ticket includes the screening of »Where the Waves Took Her«, a discussion with the filmmakers, and brunch. The perfect way to socialise and exchange festival impressions on a late Sunday morning, over coffee and scrumptious French treats from Berlin’s one and only Chez Michel!


Retrospektive
»Der Nachhall der Baseballschlägerjahre«

Die diesjährige Retrospektive des achtung berlin filmfestival beleuchtet die rechte Gewalt der sogenannten Baseballschlägerjahre der Nachwendezeit und zeigt die beunruhigende Entwicklung rechter Radikalisierung bis in die Gegenwart.

In den vergangenen Jahren hat sich das politische Klima in vielen westlichen Gesellschaften deutlich verschoben. Nationalistische und rechtspopulistische Positionen sind längst im Mainstream angekommen – in den USA, in Europa und auch in Deutschland. Gleichzeitig nehmen rechtsextrem motivierte Straftaten zu und gewaltbereite Gruppen treten selbstbewusster auf. Fachleute warnen bereits vor einer Rückkehr der Gewalt der sogenannten Baseballschlägerjahre.

Vor diesem Hintergrund widmet sich die von der Filmemacherin und Kuratorin Ina Borrmann zusammengestellte filmhistorische Retrospektive des Festivals einem wichtigen Kapitel deutscher Geschichte: der Welle rechter Gewalt in den 1990er Jahren. Die Retrospektive bringt dazu neun Filme unterschiedlicher Erzählweisen miteinander ins Gespräch, die diese Phase und auch die Entwicklung rechter Radikalisierung bis in die Gegenwart sichtbar machen.

Alle Filme der Filmreihe werden von Gesprächen mit den Filmemacher:innen begleitet, bei denen der Austausch mit dem Publikum im Zentrum stehen soll. Dabei geht es dann bpsw. auch um die Frage, wie sich komplexe politische und historische Zusammenhänge filmisch so erzählen lassen, dass sie analytisch präzise und zugleich emotional zugänglich sind.
Darüber hinaus wird es am Sonntag, 19. April, 15:00 Uhr im Lichtblick-Kino ein Panel mit Expert:innen geben, das viele von der Filmreihe aufgeworfene Fragen vertiefen soll.

»Die Filme der von Ina Borrmann kuratierten Retrospektive sind eindringlich, bewegend und unbequem. Sie eröffnen Perspektiven, stoßen Debatten an und laden dazu ein, Vergangenheit und Gegenwart miteinander in Beziehung zu setzen. Die Retrospektive bietet Raum für Erinnerung, kritische Auseinandersetzung und Dialog. Ziel unserer Filmreihe ist es, ein klares Signal gegen rechte Gewalt zu setzen – und damit einen Beitrag zur Stärkung der demokratischen Kultur zu leisten.« (Regina Kräh und Sebastian Brose, Leiter:innen des achtung berlin filmfestiva).

Die Retrospektive wird vom Kulturamt Pankow von Berlin gefördert, mit freundlicher Unterstützung der DEFA-Stiftung und der Deutschen Kinemathek.


Mit dem Fokus auf das Filmschaffen in der Hauptstadt-Region hat das achtung berlin filmfestival ein unverwechselbares Zeichen in der Filmlandschaft gesetzt: das Festival-Programm spiegelt das aktuelle junge Kino aus Berlin und Brandenburg mit seinen vielfältigen Perspektiven, kontroversen Themen und neuen filmische Formen.


Tickets achtung berlin Filmfestival (englishDays / Retrospektive ): 10,– €
englishDays’ Sunday Film + Brunch: 13,– €

The Brunch on Sunday, 19 april, is presented in cooperation with French Bistro Chez Michel.

Do
16.04.
18:00
Retrospektive »Der Nachhall der Baseballschlägerjahre«

Glaube, Liebe, Hoffnung

zu Gast: Regisseur Andreas Voigt
Tickets
Fr
17.04.
18:00
Retrospektive »Der Nachhall der Baseballschlägerjahre«

Spuren – die Opfer des NSU
+ Kurzfilm: Aus der Ferne

zu Gast: Regisseurin Aysun Bademsoy
Tickets
Fr
17.04.
21:00
Retrospektive »Der Nachhall der Baseballschlägerjahre«

Oi! Warning

zu Gast: Kuratorin Ina Borrmann
Tickets
Sa
18.04.
16:00
Retrospektive »Der Nachhall der Baseballschlägerjahre«

Befreite Zone

zu Gast: Kuratorin Ina Borrmann
Tickets
Sa
18.04.
18:30
englishDays

Mambo Maternica (OmeU)

Q&A with director Borbála Nagy, moderated by jour­nalist Nadja Van­cau­wen­berghe
Tickets
Sa
18.04.
21:00
Retrospektive »Der Nachhall der Baseballschlägerjahre«

Wintermärchen

zu Gast: Kuratorin Ina Borrmann
Tickets
So
19.04.
11:30
englishDays

Where the Waves Took Her (OmeU)

Q&A with director Jana Stallein, moderated by jour­nalist Nadja Van­cau­wen­berghe;
followed by brunch from Chez Michel!
Tickets
So
19.04.
15:00
Retrospektive »Der Nachhall der Baseballschlägerjahre«

Diskussions-Panel

mit Filmschaffenden der Retrospektive (u.a. Roland Steiner) und Expert:innen
Eintritt frei!
Tickets
So
19.04.
17:30
Retrospektive »Der Nachhall der Baseballschlägerjahre«

Unsere Kinder

zu Gast: Regisseur Roland Steiner
Tickets
So
19.04.
20:00
Retrospektive »Der Nachhall der Baseballschlägerjahre«
Andres Veiel:

Der Kick

zu Gast: Kuratorin Ina Borrmann
Tickets
Mo
20.04.
18:30
englishDays

Noah (OmeU)

Q&A with director Ali Tamim, moderated by jour­nalist Nadja Van­cau­wen­berghe
Tickets
Mo
20.04.
21:00
Retrospektive »Der Nachhall der Baseballschlägerjahre«

Stau – Jetzt geht’s los

zu Gast: Kuratorin Ina Borrmann
Tickets
 

Fr 10.04.

keine Vorstellung

Fr 24.04.

keine Vorstellung
Mai

Fr 01.05.

keine Vorstellung
Ausblick: