Das Programmkino im Prenzlauer Berg.

Kastanienallee 77, Tel. 030 - 44 05 81 79

Termine + Tickets

Dokumentarfilm

Wer fürchtet sich vorm schwarzen Mann

nur am Sonntag, 27. November, 17:30 Uhr

in Anwesenheit der Regisseurin Helke Misselwitz

Dokumentarfilm DDR 1989, 52 min, s/w, Regie: Helke Misselwitz

Wer fürchtet sich vorm schwarzen Mann
© DEFA-Stiftung/Deutsche Kinemathek

Eine private Kohlenhandlung im Ostberliner Stadtteil Prenzlauer Berg im Winter 1988/89. Die resolute Chefin führt mit Witz und Verstand das Regime und genießt den Respekt ihrer sieben männlichen Angestellten. Nach außen hin allesamt harte Kerle, offenbaren sie in den Schilderungen ihrer beruflichen und privaten Situation, abseits der schweren körperlichen Arbeit, auch die eigene Verletzlichkeit.

Der Sozialstudie von Helke Misselwitz gelingt es durch behutsames Fragen, dass die Protagonisten sich bereitwillig »ins Herz blicken« lassen: »Können so harte Hände zärtlich sein?« Damit wirkt der Film zuweilen wie die Utopie einer solidarischen Gemeinschaft am sozialen Rand des sozialistischen Arbeiterstaats. Der Blick auf ihn »von unten« rührt wiederholt an Tabus: Mauerbau und Republikflucht, Kindesmissbrauch und Suizid sind ebenso Gesprächsthemen wie Haftstrafen und Alkoholismus.

Auf unbedingte Authentizität bedacht und darum in »antiquiertem« Schwarzweiß gedreht, dokumentierte der Film ein bald darauf anachronistisches Gewerbe – und wurde darüber zur Bestandsaufnahme gesellschaftlicher Widersprüche, wenige Monate vor der politischen Wende in der DDR.

Im Anschluss an die Vorstellung zeigen wir den aktuellen Film von Helke Misselwitz, »Die Frau des Dichters« (19:00 Uhr).

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